Mise en Scène. Modefotografie von der Belle Époque bis heute

03.07.2026 – 28.02.2027

Im Fokus: Couture und Schweizer Stoffe. Die Ausstellung „Mise en Scène“ verbindet internationale Fotokunst mit regionaler Textilwirtschaft und illustriert mehr als 120 Jahre Mode-, Fotografie- und Sozialgeschichte.

Modefotografien erzählen nicht nur von Kleidern, sondern auch von Körperbildern und Rollenverständnissen: von der befreiten Silhouette der 1920er-Jahre über die glamouröse Weiblichkeit der Nachkriegszeit bis zu den selbstbewussten, diversen Darstellungen der Gegenwart. So wird die Modefotografie zum Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen – und zum Schaufenster für die Schweizer Textilindustrie, deren Produkte über Jahrzehnte auf den internationalen Fashion Events präsent waren.

Mise en Scène versammelt Werke renommierter Fotograf:innen und Studios wie Séeberger Frères, Atelier d’Ora Benda, Helmut Newton, Peter Knapp, Jeanloup Sieff und Iwan Baan. Ergänzt durch Textilien und Mode von Forster Rohner, Jakob Schlaepfer, Akris und anderen Schweizer Unternehmen eröffnet die Ausstellung einen spannenden Dialog zwischen internationaler Fotokunst und Ostschweizer Textiltradition.

Eine andere Seite der Modeindustrie beleuchtet die zeitgleich in der Lounge des Textilmuseums zu sehende Serie  „Porträt einer Schweizer Firma“: Im Jahr 1972 schuf Barbara Davatz eindrucksvolle Bildnisse von Arbeiterinnen und Arbeitern des Textilunternehmens Walser AG, Herisau.

Wir danken

E. Fritz und Yvonne Hoffmann-Stiftung

Veranstaltungen zu dieser Ausstellung

Inszeniert – Hinter den Kulissen der Modefotografie

Im Rahmen der Ausstellung „Mise en Scène“ lädt das Textilmuseum St.Gallen zu einem Gespräch mit Tobias Forster, der von 1966 bis 2007 als Kreativchef für Forster Willi / Forster Rohner tätig war. Im Dialog mit der Kuratorin gibt er Einblick in die enge Verbindung der Schweizer Textilindustrie mit der internationalen Modefotografie.

Die Geschichte und Funktion der Modefotografie

„In zunehmenden Maße ist Mode Modefotografie“ schreibt Susan Sontag 1978 in einem Aufsatz über Avedon und bezeichnet die Modefotografie als eine besondere Form der Porträtfotografie. Im Rahmen der Ausstellung „Mise en Scène“ lädt das Textilmuseum St.Gallen zu einem Gespräch mit Dr. phil. Martin Lilkendey ein.