Sammlungen

Das Textilmuseum beherbergt eine der bedeutendsten Textilsammlungen der Schweiz. Sie umfasst historische Stickereien, handgearbeitete Spitzen, aussereuropäische Textilien, historische Gewebe und Kostüme aus mehreren Jahrhunderten. Musterbücher, Modefotografien und -zeichnungen ergänzen die Sammlung, die die facettenreiche Geschichte der Schweizer Textilindustrie zwischen regionaler Einbettung und internationalen Verflechtungen illustriert.

Ab 1863 erwirbt das Kaufmännischen Direktorium, ein Vorläufer der Industrie- und Handelskammer, regelmässig Stoffmuster aus Frankreich, die der regionalen Textilindustrie als Vorlage und Inspiration dienen sollen. Ankäufe und Schenkungen bedeutender Privatsammlungen sowie die Übernahme von Firmenarchiven ergänzen die Mustersammlungen.
Heute lagern in den Depots des Textilmuseums zirka 56’000 Objekte. Neben der Konservierung und Beforschung der Bestände liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der digitalen Erschliessung der Sammlung. Die Objekte werden in einer Datenbank erfasst und in einer Auswahl im Online-Katalog des Textilmuseums öffentlich zugänglich gemacht.

Aus konservatorischen Gründen sind die historischen Sammlungen nicht öffentlich zugänglich. Sie können aber bei ausgewiesenem Forschungsinteresse eingesehen werden. Bitte füllen Sie das Antragsformular aus und senden es per Mail an u.g. Adresse. Sollten Sie dem Textilmuseum eine Schenkung überlassen wollen oder Fragen zur Sammlung haben, wenden Sie sich bitte an:

Kontakt

Ilona Kos
ikos@textilmuseum.ch
+41 71 228 00 18

 

Spitzen

Das Textilmuseum verfügt über rund 5’000 Spitzen aus der Zeit vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert, teilweise von erlesener Qualität. Die bedeutendsten Bestände der Spitzensammlung stammen aus den Sammlungen von Leopold Iklé und John Jacoby. Spitzen aus der Sammlung von Carolina Maraini-Sommaruga sind als Dauerleihgabe des Bundes im Textilmuseum untergebracht. 

Hand- und Maschinenstickereien

Aus den Sammlungen von Leopold Iklé und John Jacoby stammen eindrückliche Bildstickereien aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Von Hand gefertigte Weissstickereien sowie Produkte der Maschinenstickerei zeichnen die Geschichte der Ostschweizer Stickerei-Industrie des 19. und frühen 20. Jahrhundert nach. Die Objekte konnten unter anderem durch Übernahmen ausgewählter Firmenbestände ins Textilmuseum aufgenommen werden.

Gewebe

Aus den Sammlungen von Friedrich Fischbach und von Schweizer Textilfachschule gelangte ein repräsentativer Bestand an Geweben ans Textilmuseum. Die Fragmente erzählen die Geschichte der europäischen Seidenweberei seit dem Mittelalter und bis ins 20. Jahrhundert.

Kostüme

Kleidungsstücke und Accessoires aus der Zeit vom späten 18. Jahrhundert bis in jüngste Zeit verdeutlichen die Verwendung von Textilien und textilen Techniken und erzählen Modegeschichte. Zur Ergänzung unseres Sammlungsbestandes suchen wir Damen- und Herrenkleider von namhaften Design Lables sowie Kleidungsstücke, die nachweislich aus Schweizer Textilien hergestellt wurden.

Musterbücher

Die ab 1863 durch das Kaufmännische Direktorium angekauften Textilmuster wurden im 20. Jahrhundert zu Musterbüchern zusammengefasst. Nach und nach erwuchs eine beeindruckende Sammlung solcher Bücher, die durch Schenkungen ergänzt wurde. Ein bedeutender Bestand an Musterbüchern kam 1983 aus dem Nachlass der Firma Grauer & Co ans Haus.

Modefotografien und -illustrationen

Die Sammlung beherbergt Fotografien von Modellen aus St.Galler Maschinenstickereien und Schweizer Geweben der 1920er- bis 1990er-Jahre sowie verschiedene Zeichnungen und Illustrationen, so auch Werke des Basler Modezeichners Walter Niggli.

 

Sammlung Online

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