28.1.
Bild-schön? Modefotografie als gesellschaftliche Inszenierungsform
28.01.2027, 18:00 - 19:00
Im Rahmen der Ausstellung „Mise en Scène“ lädt das Textilmuseum St.Gallen zu einem Gespräch mit Modesoziologin Monika Kritzmöller ein über Mode und die Bilder, welche sie erschafft.
„Unsere Medien sind unsere Metaphern“, erklärte der Kommunikationswissenschaftler Neil Postman zutreffend. Im 21. Jahrhundert leben wir in einer Bilderwelt: Nie war es einfacher, Fotos aufzunehmen und zu verbreiten, was soziale Medien mit einer Flut modischer (Selbst-)Darstellungen überzieht.
Zugleich ist die Mode seit Erfindung der Fotografie ein zentrales Sujet ästhetischer Bearbeitung und bereitete den Weg zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform. Was also erzählt die Modefotografie über die Mode? Über die Zeit der Entstehung ebenso wie den Entstehungskontext? Welche Schönheitsideale schreiben sich in die Bilder ein, und was verraten diese über die jeweilige Gesellschaft?
Ein bildhermeneutischer Spaziergang mit Modesoziologin Monika Kritzmöller und Kuratorin Silvia Gross rückt Unbeachtetes ins Blitzlicht und zeigt die Unschärfe scheinbar selbstverständlicher Inszenierungsformen.
Die Veranstaltung ist kostenlos, fällig wird lediglich der Museumseintritt. Das Museum hat an diesem Tag durchgehend bis 18 Uhr geöffnet. Nach dem Museumsgespräch laden wir zu Apéro und Austausch ein. Wir bitten um Reservierung.

PD Dr. Monika Kritzmöller untersucht Lebensstile und Alltagskultur in ihrem Forschungs- und Beratungsinstitut „Trends+Positionen“. Mode begleitet und bekleidet sie mit Leidenschaft zwischen Theorie und Praxis. Monika Kritzmöller unterrichtet Soziologie an der Universität St.Gallen.
Porträt von Hannes Thalmann
