Spitzenkunst – Klöppeln im Wandel der Zeit

Museumsgespräch mit Sandra Würgler

Die Kunst des Klöppelns entwickelt sich vor vielen hundert Jahren; ihr Ursprung liegt vermutlich in Italien. Seinerzeit wird es Mode, die Ränder von Kleidungsstücken zu verzieren und so flicht man zunächst die Fransen zu kunstvollen Mustern. Später werden Spitzen nach eigens geschaffenen Vorlage geklöppelt. Seine Blüte erlebt das Spitzenhandwerk, das in ganz Europa Verbreitung findet und fast ausschliesslich von Frauen ausgeübt wird, in der Zeit von 1600 bis 1800. Heute beherrschen nur noch wenige Kunsthandwerkerinnen die traditionelle Kunst der Spitzenherstellung. Eine von ihnen ist Sandra Würgler, die anlässlich der Ausstellung Spitzen der Gesellschaft über ihre Passion sprechen und in Geschichte und Praxis des Klöppelns einführen wird.

Sandra Würgler

Sandra Würgler hat schon immer gerne Handarbeiten jeglicher Art gefertigt. An einer Messe infiziert sie sich mit dem «Klöppel-Virus» und übt nun seit etwa 16 Jahren dieses faszinierende Handwerk aus. Mit neuen Materialien und frischen Ideen gibt sie der traditionellen Spitze ein modernes, jugendliches und freches Design.
Im Jahr 2013 hat sie die Grundausbildung zur Kursleiterin der Vereinigung Schweizer Spitzenmacherinnen erfolgreich abgeschlossen. In den folgenden Jahren hat sie ihr Wissen vertieft, Spezialitäten im Klöppeln studiert und das Diplom 2 der Weiterbildung für Kursleiterinnen erhalten. Sie gibt seit einigen Jahren ihr Wissen und ihre Begeisterung für das Klöppeln in Kursen der Erwachsenenbildung weiter. Als Mitglied des Vorstands der Vereinigung Schweizer Spitzenmacherinnen setzt sie sich dafür ein, dass das Klöppeln nicht in Vergessenheit gerät.

Die Teilnahme an dem einstündigen Museumsgespräch, das eine Vorführung des Klöppelns beinhaltet, ist gratis. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht ab 18.15 Uhr ein kleiner Apéro im Entree des Textilmuseums bereit.

Donnerstag 24. Januar 2019, 18:30 Uhr