Das Textilmuseum und seine Sammlungen 

Die Sammlungen zeichnen die facettenreiche Geschichte der Branche, ihre Höhen und Tiefen von den Anfängen bis in die Gegenwart nach. Zu den Highlights der Sammlung zählen spätantike Gewebe aus koptischen Gräbern Ägyptens, historische Stickereien seit dem 14. Jahrhundert, handgearbeitete Spitzen bedeutender europäischer Spitzenzentren, völkerkundliche Textilien, historische Gewebe und Kostüme, Handarbeitsutensilien und Objekte zeitgenössischer Textilkunst. Der Bestand an Hand- und Maschinenstickereien sowie Stoffdrucken dokumentiert die beeindruckende Entwicklung der Ostschweizer Textilindustrie. Internationalität und regionale Verwurzelung, flexible Reaktion auf Impulse von aussen und eigenständige Entwicklungen charakterisieren die Schweizer Textilproduktion von Beginn an. Sie in diesem Gespinst aus Inputs, eigener Kreativität und weltweiten Wechselwirkungen zu verorten ist, eine der wesentlichen Aufgaben des Textilmuseums St. Gallen. Diese setzt es auch in seinem engagierten Ausstellungsprogramm um. Damit erwarb sich das Haus den Ruf, eines der wichtigsten Schweizer Zentren zu Fragen der Textilproduktion im Kontext allgemein kulturhistorischer Entwicklungen zu sein. Ausgehend von seinem eigenen Sammlungsbestand stellt es über den geographischen Raum Schweiz hinaus internationale Bezüge her und zeigt Abhängigkeiten und kreative Sonderentwicklungen auf.