Neue Stoffe im Museum

Museumsgespräch mit Michael Fehr

Auch wenn sie weit weniger prominent sind als St. Galler Stickereien und andere edle Stoffe aus der Schweiz: Technische Textilien, also Stoffe die nicht ausschliesslich für die Bereiche Mode und Inneneinrichtung konzipiert sind, haben immer schon einen wichtigen Teil der hiesigen Textilproduktion ausgemacht. In den vergangenen Jahren hat ihre Bedeutung noch zugenommen, denn Innovationskraft, technologische Überlegenheit und die Erschliessung neuer Einsatzfelder sichern den Erfolg auf globalen Märkten. Ist es also an der Zeit, dass Museen den Stellenwert der Technischen Textilien anerkennen und ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen?
Der Ausstellungskurator Michael Fehr spricht über Neue Stoffe im Museum, über die Chancen, die Technische Textilien bieten, aber auch über die vielfältigen Herausforderungen, die diese Objekte an die Museen stellen.

Michael Fehr

Unabhängiger Autor und Ausstellungsmacher. Studium der Kunstgeschichte und Geschichte; 1978 Promotion bei Max Imdahl über frühmittelalterliches Thema, 1974-1981 Kustos am Museum Bochum, 1981-1986 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Wuppertal, Lehrstuhl Ästhetik/Kunstvermittlung, 1987-2005 Direktor des Karl Ernst Osthaus-Museum der Stadt Hagen, 2005-2014 Professor und Direktor des Instituts für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin; seit 2003 Vorstand des Werkbundarchiv e.V. – Museum der Dinge, Berlin. Publikationen und Projekte: www.aesthetischepraxis.de

Donnerstag 19. Oktober 2017, 18:30 Uhr